Familie Honold

... aus der Haseldorfer Marsch

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WoMo-Tour 2009 Teil 1

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Wohnmobil-Tour 2009 durch (Ost)Deutschland, Frankreich, Holland

 

So, nachdem wir jetzt schon ein paar Tage unterwegs sind (wir, das sin die "Honold-Familiy" und die "Lüchau-Lippe-Family" will ich mich auch mal von unterwegs melden.
Wie einige wissen haben wir dieses Jahr eine "Testtour" mit dem WoMo (bzw. eben 2 WoMos, da ja 2 Familien).

Wir wollten es einfach mal ausprobieren ob uns das gefällt, da ich sowas noch mal mit Familie im Westen im Visier habe - solange die Kids evtl. noch mitwollen....
Florida war jetzt erstmal oft genug, das nächste Mal USA ist dann wieder der Westen dran oder auch die Ostküste (Neu-England & Co) - gibt ja noch genug zu sehen.
Also haben wir auf den letzten Drücker (die guten WoMos muss man ja laaaaaange im Voraus buchen) 2 Alkoven-Mobile mit 7,20m für 2 Wochen gemietet, haben die am letzten Samstag abgeholt, beladen und sind Sonntag morgen losgefahren.


Als erstes Ziel haben wir Tropical-Islands in Brandenburg festgemacht - dort gibt es in der ehemaligen Halle für den geplanten Cargo-Lifter (Zeppelin) eine große Badelandschaft mit "tropischen Dschungel". Schien uns als gute Möglichkeit erst mal in die richtige Urlaubsstimmung zu kommen.
Nach ca. 4,5 Stunden Fahrtzeit sind wir da auch angekommen und fanden einen hervorragenden WoMo-Stellplatz mit allen notwendigen Einrichtungen, nagelneuen Sanitäranlagen, Shop usw. vor. Ob wir das auf dem Rest unserer Tour noch einmal so gut treffen werden ist zu bezweifeln...


Nachmittags ging es dann in die Halle (per kostenlosem Shuttle-Bus). Ziemlich beeindruckend, immerhin 110 m hoch das Ding....




In der kann man übrigens - wenn man will - auch die ganze Nacht bleiben und am "Strand" oder den Liegestühlen schlafen. Außerdem gibt es die Möglichkeit verschiedene Schlafmöglichkeiten in der Halle (vom Zelt bis zur Hütte) zu mieten wenn man nur so über's WE dort hinfährt.
Uns hat es dort gut gefallen, blieben am 1. Tag so bis gegen 22:30. Bei der Buchung des Stellplatzes bekam man kostenlos einen 2. Tag in der Halle geschenkt - wir haben dann den Aufenthalt auch noch spontan um eine Nacht verlängert weil uns der Platz und die Aktion mit dem Abends baden so gut gefiel.

Noch ein wenig zur Anlage: Natürlich ist man aus den USA mehr Spektakuläres gewohnt - aber es ist schön dort, sehr relaxed, die Preise sind in Ordnung und auch mit Verpflegung und Zusatzleistungen wie Minigolf, spezielle Rutschen usw. sind wir nicht über 15€ pro Person und Tag gekommen, so dass das Gesamtpaket in meinen Augen sehr fair ist.

Am nächsten Tag sind wir dann über die Dörfer nach Dresden weitergegondelt - Navi auf "Schöne Route, keine Autobahn" gestellt und los gings durch Brandenburg und Sachsen. Ich habe bisher noch so gut wie nichts vom Osten Deutschlands gesehen (ja, ja, ist peinlich, ich weiß...), von daher ganz interessant.
Viel Natur, viele kleine Dörfer (mit seltsamen Namen wie "Neuer Anbau" ) und in jedem Dorf - auch wenn es nur aus 4 Häusern besteht - ein Gasthof/ Dorfkrug. Das fiel wirklich auf - eine Voll-Existenz können die alle nicht sein, das ist mal sicher. Ich frage mich, wozu die alle aufrecht erhalten werden.....
Sonst fiel eben noch auf, dass die Häuser alle in alter Einheitsbauweise mit grauem Zementputz zum Verwechseln ähnlich waren, lediglich einige einen neuen Anstrich hatten und es so gut wie keine neuen Häuser auf dem Land gab, aber sehr viele verlassenen und teilweise verfallene Gebäude.
Sehr einsam dort auf dem Land - da möchte ich nicht tot über den Zaun hängen.... - waren auch sehr wenig Leute auf den Straßen oder den Orten zu sehen, alles wie ausgestorben. Was auch an der Ferienzeit liegen mag - dort würde ich - trotz viel schöner Natur - auch nicht in Ferien zuhause bleiben wollen.....

Als ich dann irgendwann das Straßenschild "Moritzburg" sah haben wir den kleinen Umweg gemacht und uns das Schloß dort zumindest teilweise angesehen und haben dort Kaffe getrunken, bevor es nach Dresden weiterging. Als Reiter kenne ich den Namen eben auch von dem dort ansässigen Landesgestüt Sachsen, was dort mit seinen Pferden auch allgegenwärtig ist.
In Dresden angekommen haben wir erstmal einen Parkplatz in der Nähe der Altstadt gesucht - und 2 nicht ganz legale (da eigentlich nur für PKW) in der Nähe des Zwingers gefunden. Ausgestiegen und gleich 200m weiter in einen Bus zur Statdtrundfahrt gestiegen - sicher die einfachste und schnellste Möglichkeit das Wesentlich der Stadt zu sehen zu bekommen.
Die Stadt (und die Rundfahrt) hat uns allen ausgesprochen gut gefallen - überall historische Gebäude, viel Geschichte in der Luft, wunderschöne Lage dort im Elbtal.
Allerdings auch jede Menge "Bausünden" aus DDR-Zeiten - aber das ist ja klar und gehört letztlich auch mit zur Geschichte.

Als wir wieder beim Auto waren standen schon 2 Politessen dort und hatten gerade das Handy am Ohr. Mit meinem unwiederstehlichem Charme habe ich sie dann aber schnell überzeugt uns kein Ticket zu verpassen und gleich einen Standort für die WoMos aus dem Kreuz geleiert - der uns dann aber, als wir dort waren, nicht wirklich gefiel.
Also im Stellplatzführer nachgeschaut und zu einem gefahren, der direkt an der Elbe gegenüber den historischen Gebäuden ist. Reiner Parkplatz, Stromschlüsse alle schon belegt, keine sanitären Einrichtungen - na ja, für eine Nacht wird es schon gehen.

Zu Fuss in die Stadt, amerikanisch essen (McD ) und etwas rumgelaufen, dann zurück zum WoMo. Direkt davor ein Riesen Freilicht-Kino am Elbufer. Den Film hätten wir uns auch angeschaut, kannten wir aber schon alle, also Feierabend, noch ein wenig Karten spielen. Nur war in meinem WoMo leider der Kühlschrank falsch eingestellt gewesen - nach 20 Minuten war Strom alle, ständig ging das Licht aus.
Das war es dann für mich - an dem Tag reichte das um das Fass voll zu machen, ich wollte nur noch meine Ruhe und Feierabend machen. Am nächsten Tag sollte es dann früh in Richtung Rothenburg o. d. Tauber gehen.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 25. Februar 2010 um 15:32 Uhr